Parque Tayrona ​

Nachdem wir einige Tage im einzigartigen Hostel „Nuevo Mundo“ in Minca verbracht hatten, ging für uns die Reise weiter und wir fuhren von Minca aus eine Stunde mit dem Bus weiter in den Norden. Unser nächstes Ziel war der Tayrona Nationalpark und unser nächstes Hostel befand sich nur wenige Minuten vom Eingang des Nationalparks entfernt.

Wie auch schon die Tage zuvor in Minca befanden wir uns jetzt immer noch im kolumbianischen Dschungel, inzwischen aber nicht mehr oben auf den Bergen, sondern auf Meereshöhe. Das Klima hier war, wie man es erwarten würde, sehr warm und schwül, aber ingesamt recht gut auszuhalten. Dick mit Sonnencreme eingecremt und Kleidung und Haut mit Mückenspray eingesprüht, liefen wir uns am nächsten los, um den berühmten Tayrona Nationalpark zu besuchen. Auf dem Gebiet des Nationalparks gibt es einige Dörfer, in denen indigene Völker leben. Jedes Jahr wird der Nationalpark auf Wunsch der Indigenen für einen Monat im Jahr geschlossen, damit sich die Natur für einige Wochen von den Touristen erholen kann und die Indigenen zumindest für kurze Zeit nicht von Besucher:innen des parks gestört werden. Wer also vorhat den Tayrona-Nationalpark in Kolumbien zu besuchen, sollte sich vor der Reise informieren, zu welchen Zeiten der Park geöffnet ist.

Ein Besuch im Tayrona-Park lohnt sich auf jeden Fall, da der Nationalpark sehr weitläufig ist und über verschiedene Landschaften verfügt. Es gibt innerhalb des Parks verschiedene Wanderungen von unterschiedlichen Länge und mit unterschiedlichen Zielen. Wie die meisten Besucher:innen wollten wir unbedingt zur Küste laufen um im Karibischen Meer baden zu können. Da man sich mitten im Dschungel befindet, wo auch alle möglichen Tiere und Insekten wohnen, sollte man ausschließlich auf den offiziellen, ausgeschilderten Wanderwegen laufen und auf keinen Fall auf eigene Faust durch den Wald gehen. Die offiziellen Routen sind gut ausgeschildert und meist befestigte Wege bestehend aus Holzdielen auf Stelzen, die fest im Boden verankert sind.

Es gibt verschiedene Strände, zu denen man hinwandern kann. Wir hatten uns im Voraus einen besonders schönen Strand herausgesucht, der ca. 2h Wanderung vom Eingang des Parks entfernt war. Auf dem Weg dorthin durchquert man erst einen wunderschönen Dschungel, trifft dabei höchstwahrscheinlich sehr viele dort frei lebende Affen, die sich von einem zum nächsten Baum schwingen und überquert unzählige Ameisenstraßen, die fleißig grüne Blätter von A nach B transportieren. Irgendwann ändert sich die Landschaft und man gelangt vom tropischen, dicht bewachsenen Dschungel in ein weniger bewachsenes und dadurch helleres Gebiet voller Palmen. Langsam wird der Boden aus Erde und Wurzeln zu Sand und man merkt, dass man sich der Küste nähert. Einige Minuten später eröffnet sich einem dann endlich der Blick auf das unfassbar türkise karibische Meer! Aufgrund der starken Strömung an einigen Stränden, ist das Schwimmen nur an ausgewählten, sicheren Buchten erlaubt. Um zu „unserem“ Strand zu kommen, an dem man auch baden durfte, mussten wir also noch eine ganze Stunde weiter durch die tropische Hitze laufen. Endlich angekommen stellte sich aber heraus, dass sich der ganze Weg durch den heißen Dschungel so gelohnt hatte! Wir waren am schönsten Strand und Meer, an dem wir je waren und konnten auch nach mehreren Stunden Strandaufenthalt und Baden nicht glauben, wie klar und türkis das Wasser dort war. Ein absoluter Traumstrand versteckt im Tayrona-Nationalpark im Norden Kolumbiens.

Alle Einträge