Mundo Nuevo
Sonntag, 17. September
Unsere Home-Base in Kolumbien war die Stadt Medellín, wo wir vier Wochen wohnten und arbeiteten. Obwohl uns Medellín sehr gefiel, wollten wir trotzdem noch etwas mehr von Kolumbien sehen und nahmen uns im September eine Woche Urlaub, um zu reisen. Von Medellín aus ging es für uns mit dem Flugzeug eine Stunde in den Norden des Landes in die Stadt Santa Marta.
Das erste Ziel unseres Kolumbienurlaubes war ein kleines tolles Hostel mitten im kolumbianischen Dschungel. Um dieses zu erreichen mussten wir vom Flughafen Santa Marta noch eine Stunde mit dem Taxi über die gefühlt kurvigsten Straßen der Welt in die Stadt Minca fahren. Obwohl die Straßenqualität sehr gut war und unser Taxifahrer sehr rücksichtsvoll fuhr, war dies eine der schlimmsten Autofahrten in meinem ganzen Leben. Noch nie vorher war mir auf einer Fahrt so übel und es war wirklich ein Wunder, dass ich die Fahrt nach einer Stunde dann schließlich doch ohne Zwischenfälle überstanden hatte! Trotz starker Übelkeit war die Fahrt, was die Landschaft anging, wunderschön. Die Kleinstadt Minca befindet sich in der kolumbianischen Sierra Nevada, dem höchsten Küstengebirge der Welt. Hier ist man zwar irgendwie in den Bergen, aber gleichzeitig befindet man sich auch im tropischen Dschungel, was landschaftlich eine tolle Mischung ist. Es gibt viele Berge, diese sind jedoch alle grün bewachsen und voller tropischer Pflanzen, Palmen und Bananenstauden.
In Minca angekommen, wurden wir von einem der Hotelmitarbeiter des „Nuevo Mundo“ Hostels abgeholt. Wie weit oben unser Hostel im Dschungel lag, war uns zu diesem Zeitpunkt nicht bewusst, aber der sehr schlammige Jeep, in den wir umsteigen mussten, hätte rückblickend ein Hinweis darauf sein können, dass es eine lange, abenteuerliche Fahrt den Berg hinauf werden würde. Nach einer 30-minütigen, sehr holprigen Fahrt mit dem Jeep über kleine Trampelpfade durch den Dschungel, 2 Flussüberquerungen, 1 Mal stecken bleiben im Schlamm und das Umfahren von ca. 100 riesigen Schlaglöchern kamen wir durchgeschüttelt und etwas irritiert endlich bei unserem Hostel an.
Nach dem Check-In machte uns die Führung über das Gelände deutlich, dass sich die schwierige und lange Anfahrt zum Hostel sowas von gelohnt hatte! Dieser Ort mitten im Dschungel und mit wunderschönem Ausblick auf die umliegenden Dschungelberge war wirklich einzigartig. Die folgenden Tage genossen wir die unglaubliche Landschaft, gingen im Pool mit dem wohl besten Ausblick der Welt baden und ich dokumentierte diesen besonderen Ort natürlich mit einer Skizze in meinem Skizzenbuch!